Raubüberfall in Monaco: komplette Beute wieder aufgetaucht

Am vergangenen Samstag wurde ein Luxus-Juwelier in Monaco überfallen. Nun wurden nähere Details über die Räuber und ihre Flucht bekannt: Die Täter stammen aus den Alpes-Maritimes und die millionenschwere Beute ist wieder aufgetaucht.
Bei den Beschuldigten handele es sich um „junge Franzosen aus Vallauris, die den Behörden bisher nicht aufgefallen waren“, wie Jacques Dorémieux, der Generalstaatsanwalt von Monaco, gestern in einer Pressekonferenz mitteilte. „Keiner der Festgenommenen stand bisher in Verbindung mit Raubüberfällen.“

Die jungen Männer sind zwischen 20 und 25 Jahre alt und keine professionellen Verbrecher, hatten jedoch – wenn auch stümperhaft - ihre Tat geplant. „Sie waren vorbereitet. Die Tatsache, dass sie ihr Auto auf der Flucht in Brand steckten und einen Benzinkanister dabei hatten, deutet darauf hin, dass sie ihre Tat geplant haben“, sagte Richard Marangoni, Direktor der öffentlichen Sicherheit.

Staatsanwalt Dorémieux charakterisierte den Raubüberfall auf die Boutique des Luxus-Juweliers Cartier als halbprofessionell. „Es handelt sich um aufgeklärte Amateure, die sich bewusst waren, dass es gefährlich sein könnte, das Fluchtauto stehen zu lassen. Sie haben über ihre Tat nachgedacht. Ich denke, sie waren überrascht vom schnellen Reaktionsvermögen der monegassischen Polizei.“

Und was war das Ziel des Überfalls? „Wir wissen noch nicht, was ihr endgültiger Plan war. Es ist vorstellbar, dass sie den Schmuck an einen Hehler verkauft hätten, denn es ist nicht so einfach, Schmuck von einem so hohen Wert auf den Markt zu bringen. Manchmal werden Schmuckstücke auch zerlegt und neu verarbeitet“, folgerte der Generalstaatsanwalt.

Soweit kam es zum Glück nicht: Die Beute mit einem Gesamtwert von mehreren Millionen Euro wurde vollständig von der Polizei sichergestellt.